Gaming im Fußballtraining

Endlich ist der Abend gekommen auf den dein Team so lange gewartet hat. Das Pokalfinale steht kurz vor dem Abpfiff. Regulär sind nur noch wenige Minuten zu spielen. Und das bei einem Spielstand von 0:0. Und dann passiert es: dir wird der perfekte Pass in den Lauf gespielt. Du läufst auf das Tor zu und siehst im Augenwinkel, dass dein Mitspieler mitgelaufen ist. Jetzt musst du dich schnell entscheiden – abspielen oder schießen.  Du legst den Ball rüber zu deinem Mitspieler. Der haut den Ball in die linke obere Ecke. Die Mannschaft jubelt und auch die Fans sind außer Rand und Band. Der Schiri pustet in seine Trillerpfeife und beendet damit das Spiel. Was ein wichtiger Sieg. Trotz Ermüdung durch das intensive Spiel hast du vor dem Tor die richtige Entscheidung getroffen. Welche Rolle unser Gehirn dabei spielt und wie du die Profis der TSG 1899 Hoffenheim diese Fähigkeiten mit Gaming im Fußballtraining verbessern erklären wir euch in diesem Blogbeitrag.

 Unser Gehirn im Fußball

Wahrnehmung und Bewegung stehen in einem engen Zusammenhang. Der Spieler nimmt permanent wahr, wie die aktuelle Situation aussieht. Dazu gehört die eigene Position auf dem Platz und auch, wo sich seine Mit- und Gegenspieler befindet. Zusätzlich dazu muss ihm bewusst sein, wo sich der Ball befindet und welche Räume frei sind. All diese Informationen muss unser Gehirn möglichst schnell aufnehmen und verarbeiten. Dabei helfen uns die so genannten Exekutivfunktionen im Gehirn. Sie unterstützen uns dabei, sowohl planmäßig als auch flexibel, Entscheidungen zu treffen. Außerdem können wir mit ihnen unseren Fokus gezielt lenken und flexibel wechseln. Allerdings muss unser Gehirn zunehmend geschult werden. Denn das Spieltempo nimmt immer weiter zu. Das wiederum bedeutet, dass die Zeit für die Verarbeitung am Ball immer weiter abnimmt. Unser Gehirn muss also die Informationen aus der Umwelt zunehmend schneller aufnehmen und verarbeiten. Und wie können die Exekutivfunktionen verbessert werden? Zum Beispiel durch Videospiele. Bei diesen Spielen handelt es sich um speziell entwickelte Videogames, deren Schwierigkeitsstufe auf das kognitive Level des Spielers angepasst ist. Wie Gaming im Fußballtraining in den Trainingsalltag integriert werden kann zeigt die TSG 1899 Hoffenheim mit ihrer Helix und Tablet-Apps.

Die TSG 1899 Hoffenheim nutzt Gaming im Fußballtraining

Bekannt für innovative Trainingsmethoden ist die TSG 1899 Hoffenheim. Daher ist es nicht verwunderlich, dass hier das Training nicht nur klassisch auf dem Platz stattfindet. Denn die TSG will neben dem Körper auch den Geist trainieren. Hier sollen unbewusste Prozesse geschult werden, damit die Informationsverarbeitung noch schneller von statten geht. Und dafür wird Gaming im Fußballtraining genutzt. Das Training wird dann mit Hilfe von der Helix oder auf dem Tablet absolviert. Die Helix wurde von SAP entwickelt, um die Wahrnehmung und Reaktion zu schulen. Das funktioniert so, dass der Spieler das Gefühl hat in einem virtuellen Stadion zu stehen. Er sieht den Ballführenden Spieler und einige seiner Mitspieler Laufwege absolvieren. Nach einer kurzen Pause muss er diese dann Reproduzieren. Das klingt zunächst nicht schwer, jedoch wird die Komplexität zunehmend gesteigert. Dafür werden immer mehr virtuelle Spieler mit einbezogen. Das einzige Problem: Die Helix steht fest an einem Ort und kann daher beispielsweise nicht mit in die Sommer- und Wintertrainingslager genommen werden. Doch auch für flexibles Gaming im Fußballtraining gibt es eine Lösung: das Tablet. Dafür wurden so genannte „Brain Apps“ entwickelt. Sie sollen dabei helfen die Spieler im Kopf schneller zu machen und das, ohne Ortsgebunden zu sein.  

Die Spieler der TSG absolvieren ihre Einheit in der Helix oder auf dem Tablet einmal die Woche für etwa 30 Minuten. Eine Ausnahme davon stellt der Torhüter dar. Er muss deutlich mehr virtuelle Einheiten absolviert. Allerdings wird immer darauf geachtet, dass die Spieler während der Einheit noch mental fit sind. Sobald ein Spieler nicht mehr zu seiner besten Leistung fähig ist, wird das Training abgebrochen.

 

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